Delitzscher Friedes-Predigt von der schweren Krieges-Last
Art
Text
Gattung
Friedenspredigt
Textform
Predigt
Sprache
Deutsch
Hersteller
Verfasser
Herstellungsort
Datierung
1650
Anlass (Allgemein, Typ)
Friedensfest
Widmungsschreiber
Widmungsempfänger (Institution)
Bürgermeister und Rat der Stadt Delitzsch
Widmungsdatum
21.08.1650
Predigttext
Ort der Predigt
Predigtort
Territorium des Predigtortes
Kurfürstentum Sachsen
Predigtdatum
22.07.1650
Predigtdatum, verbal
Tag Mariae Magdalenen
Person, die Predigt angeordnet hat
Exzerpt

[3:] A.A. Der HERR HERR Zebaoth wird ein Verderben gehen lassen, und demselben doch stewren im gantzen Lande, kan und mag der fürtreffliche Prophet Esaias diese Friedes-Predigt nun uns, und wir mit ihm anfangen, aus dem 10. cap. seiner Weissagung: Alldieweil es, leider, mehr als zuviel kund und offenbar, was für ein unsägliches Verderben in so viel Jahre durch den leidigen Krieg über unser Vaterland gegangen. Kund und offenbar ist hingegen auch, Gott sey Lob, Ehr, Preis und Danck! Daß der HERR HERR Zebaoth, Crafft deß getroffenen- und unlängst publicirten Reichs-Friedes, dem Verderben gestewret im gantzen Teuschtschen Land. Wann denn gegenwertige Zusammenkunfft dahin gemeynet, bey angeordnetem frewdenreichen Friedes-Feste, theils vom Landes-Verderblichen Kriege, theils von Göttlicher Hülffe unter und aus der Kriegs-Noth, ein mehrers mit einander zu reden, Als wollen wir hierzu Gott den Herrn umb seinen frewdigen Geist durch das Gebeth des heiligen Vater unsers anruffen: Vorher aber unsere Seelen, Hertz, Sinn und Muth zu brünstiger Andacht erwecken mit dem herrlichen Psalme: Nun lob meine Seele. 

[15-16:] … und hielte dafür / daß ob schon alles Ubel von der Hand Gottes herkäme / so sey doch das jenige am grössten / und verursache mehr Ungedult / wenn Gott durch Mittels-Personen wieder uns handele / und lasse im Kriege Menschen Ihr Müthlein an uns kühlen. Das sey einer unmenschlichen Grausamkeit ähnlich / wenn ein Mensch über eines andern Haupt fahre / und mit ihme wie ein Wollf / ja / wie der Teuffel selbst umbgehe. Und eben dieses Stückt machet den newlichsten Teutschen Krieg desto schwerer / daß nicht nur alleine Italiäner / Spanier / Frantzosen / Ungarn / Crabaten / Wallonen / Pollacken / Cossaggen / sampt andern Außländern auff unsern Grund und Boden gelocket worden / sondern daß der grimmige Cain seinen leiblichen Bruder / Absalon seinen Vater / andere Glaubens-genossen ihre Gesellen ärger gequälet haben / als Türcken / Tartern / und wilde Männer.

Belastungen des Kriegs auch für das Vieh / S. 16 Klagen der Äcker / wenn sie reden könnten / über Verwüstung / der Straßen / des Pflasters in den Städten und der Steine in den Stadtmauern / Laster und Büberey / die Sonne Mond und Sterne mit ansehen mussten / auch Gräber nicht verschont / auch Bäume / Gärten / Getreide vernichtet / Wiesen verwüstet / S. 18: Jammer und Leiden des Krieges der letzten zehn / zwanzig Jahre geht über alles hinaus / „würde schwerer sein denn Sand am Meer. Darumb ists umbsonst / was Ich vom Kriege rede.“ So ist und bleibt nun wol / ohne einiger Creatur widersprechen / der Krieg eine Last / eine schwere Last / eine unerträgliche Last / jedoch welche nicht unversehens unser Vaterland überfallen / auch nicht denen Planeten / Marti & Saturno / oder bösen Rathschlägen der Papisten / oder dem Teuffel zuzuschreiben / sondern (auff daß wir nun zum II. Theil unserer Predigt schreiten / und den Auffleger der Krieges Last ansehen) gleichwie kein Unglück in der gantzen Welt geschihet ohne des HErren Befehl / Thren. 3. Also hat Gott / laut unsers Texts / den Krieg als eine Last uns auffgelegt. Gott hat dem Schwerdte geruffen / Jer. 15. / und es frembden Königen in die Hand gegeben / daß sie es über Teutschland gezücket / Ezech. 30. 

[19–22:]„Nicht als habe Er im Himmel eine Lust an solcher Unlust gesehen / oder als hätten so vielerley Soldaten für Ihme gespielet … Nein / das dürffen wir Gott / unserm Gotte nicht schuld geben / der sich nennen lässt einen Gott des Friedes … Daß aber gleichwol Krieg über ein Land kömmet / geschicht / wenn die Einwohner nicht gehorchen der Stimme ihres Gottes…Insonderheit sind Abgötte-|| rey / Blutschande / Ehebruch / Fressen / Sauffen / Geitz / Gotteslästerung / Hoffart / Hurerey / Lügen / Meineyd / Mord / Totschlag / Ungehorsam / Ungerechtigkeit / Verachtung des Worts / Zauberey / etc. in heiliger Schrifft specificiret / daß sie von Gott durch Krieg pflegen abgestraffet zu werden. Nachdem nun auch unser Vaterland (wie wir aus dem Propheten Jer. 50 hiervon reden können) alles verbittert / das ist / Gott und Menschen betrübet und erzürnet hatte / so war es werth / daß es wiederrum heimgesuchet würde / wie der Herr Lutherus daselbst am Rande glossiert. … Denn dem Bösen muß man wehren mit harter Straffe und mit ernsten Schlägen / die man fühlet / spricht Salomo / Prov. 20. und hat hierunter sein Absehen auff einen Esel / welcher seine Haut mit Prügeln weidlich zergerben lässt / und nicht ehe von der Stelle geht / er fühlets denn: Also hat auch Teutschland immer uff sich nein predigen und schelten lassen. Wir sind / zuwider der getrewen Vermahnung König Davids Psal. 32 gewesen wie Roß und Mäuler / die nicht verständig seyn / darum hat uns Gott den Zaum und Gebiß des Krieges müssen ins Maul legen / und weil väterliche Züchtigung / andere vorhergehenden Straffen / nicht helf-||[S. 21]fen noch uns fromb machen wollen / hat Er die Ruthe umgekehrt / und ist uns mit dem dicken Orte kommen / daß wir es gefühlet. … Und kam ein Sisack / ein frembder General nach dem Andern / unsere Städte wurden übergeben in die Hand grausamer harter Herren / die erdachten unerhörte Contributiones / Jhnen muste man Unterthan seyn / daß wir inne würden / was es wäre / Gott dienen / und außländischen Völckern dienen. 2. Chron. 12. Es liegen noch diese Stunde da / des grossen Teutschen Prophetens / Lutheri thewre Bücher / darinnen Er mehr als einmahl auff diesen Krieg mit Fingern gewiesen. … [Luther-Zitate] S. 22 da Ich offt gesagt / entweder der Türcke / oder wir selbst untereinander müsten uns straffen. Welches alles gnugsam seithero erfüllet worden biß auf diesen Punct / daß der Türcke noch über uns kommen solle / wovon eben Lutherus / kurtz vor seinem Tode / in seiner Studierstube zu Wittenberg / mit Kreyde an die Wand geschrieben / und ist noch jetziger Stunde zu lesen: Anno post Christum natum 1600. venit Turca in Germaniam & ibi omnia devastabit / nisi ultimus dies obstiterit. … Nun / diese 1600. Jahr sind über die Helffte verflossen / Daß aber die endlichen Verwüstung Teutschen Landes / angedräueter Masse / nicht erfolget / daraus haben wir Gottes || grundlose Barmhertzigkeit zu spüren / welche Er über uns desto reichlicher außschüttet / je mehr Jahr Er uns / wie der ersten Welt / vor ihrem Untergange frist giebt zur Busse. Mögen dannenhero mit … Judith bekenenn / es sey diese Kriegs-Straffe viel geringer / denn unsere Sünden / weil es mit uns / wie wir verdienet / nicht alleine kein Ende gemachet worden / sondern nuhmero für Augen / Gott sey beydes Auffleger gewesen solcher Krieges-Last / als der Außhelfer. … da wir mitten in der Angst wandelten / und weder aus / noch ein wusten / Er uns erquicket mit seinem Heiligen Geiste durchs Wort. Ohne dess Beystand hätten wir die Krieges Last nimmermehr ertragen können.  

[24–26:] Geholffen hat uns der Allmächtige Gott / in dem Er die schwere Krieges-Last erleichtert. Denn ob schon gantzer XXXII. Jahr (o wie viel finden sich unter uns / die gar miteinander nicht so alt sind / Vielen ists verborgen / wie es in der Welt müsse aussehen / wenn Friede sey! Fast alle haben von Jugend an nichts gehöret / als vom Krieg und Kriegsgeschrey. von Soldaten / von Außreissen / von Plündern / von Durchzügen / von Einquartiveren / und was darauff erfolget) Ob schon / sage Ich / der newlichste Krieg im Teutschen Lande wol XXXII. Jahr ohne auffhören gewäret / so hat doch derselbe in diesem Meisner Lande nicht continuirlich angehalten / sondern sich / durch Gottes Gnade bald da / bald dorthin spielen lassen. Wenn die Noth am grössten / und sedes Belli mitten im Lande war / legte Gott unsern Feinden einen Rincken in die Nase und führte sie in ein ander Land / daß wir unterdessen unsere Weinstöcke und Feigenbäume in etwas wieder anbawen / der Nahrung abwarten / und das Feld bestellen konnten. Geholffen hat uns der allmächtige Gott am allerbesten / in dem Er / Ihme sey dafür ewiges Lob und Danck gesaget! bey ietziger exsecution deß vor zwey Jahren gemachten Frieden-Schlusses / die Kriegs-Last mit allen anhängenden Unwesen / von uns genommen / und lässt nun erschallen die Stimme des Friedes / die Stimme der Frewden und Wonne.“ S. 25: [vergebliche Hoffnung auf Frieden schon vor 15 Jahren]. „Bald wurden Reichs-Tage außgeschrieben und berathschagten da die Allergelehrtesten in der Welt / wie doch dem Kriege abzuhelfen wäre? Aber die Tractaten zerschlugen sich. Bald setzte man grosse Heeresmacht daran / und vermeynten ausm Amos 6. Wir wären starck gnug mit unsern Hörnern / das ist / mit so schönen außerlesenen Kriegs-Volcke / mit solcher Ammunition / und dergleichen: Aber / damit wir uns nicht rühmen möchten wider gott / und sagen / unsere Hand habe uns erlöst / so ließ er uns erfahren / Menschen-Hülfe sey kein nüzte / Psal 108. Und gieng manche stattliche Armee zu boden / war also des Herrn Stunde zu helffen noch nicht gekommen. Nun aber hat Gott sich auffgemacht und Hülffe geschaffet. Psal. 12. …S. 26: Denn von Oben herab ist das Gedeyen kommen / daß die mühsamen und weit aussehenden Tractaten zu Münster und Oßnabrück / samt derselben Anhange jüngst bis hin zu Nürnberg / fast wider Menschliches Sinnen und Hoffen / endlich zum hocherwündschten Zwecke gebracht / und uns verkündiget wird Friede / Friede / Friede. E. Liebe bedencke / was das für eine Hülffe vom Himmel sey / daß die Schwerter zu Pflugschaaren und die Spieße zu Sicheln gemacht / Esa. 2. … Und das die Extraordinar Contribution-Rantzion-Discretion-Portion-Cortesi-Servis-Recruiten-Verpflegungs-Hülffsquartier-Brandschatzungs-sampt allerhand exaction-Geldern auffhören werden. Gewiß und warhafftig / AA. Nachdem wir diß und das vom Friede vernehmen / und dem Landes-verderblichen Kriege entgegen halten / aus dennen harten Gefängnis wir erlöst worden / sind wir wie Träumende: Unser Mund ist voll lachens / und unsere Zunge voll rühmens: Wir sagen untereinander / der HERR hat grosses an uns gethan! Der Herr hat grosses an unsern Benachbarten gethan! Der Herr hat grosses an gantzem Teutschen Lande gethan! Des sind wir frölich / Des sind wir frölich. So grosses hat Gott an uns gethan / daß / wenn schon groß ist der Schade / den wir bisher || erlidten / groß ist die Gefahr / welche wir bißher außgestanden: groß ist die Angst so bißher über uns gegangen: Dennoch ist die Hülffe des Allerhöchsten viel / viel grösser zu achten. [Vergleich mit gebärenden Frauen] Also können und wollen wir alles hertzlich gerne vergessen / wie sehr der Krieg uns gedrückt / weil er uns doch nicht untergedrücket. Wir wollen daran nicht gedencken / was der Soldat uns genommen / denn es ist zeitlich gewesen / und muß ohne daß alles dahinden bleiben. Nicht erinnern wir uns einiges Unfalls / deme wir im Kriege unterworffen gewesen / umb der Frewde willen / daß wir diesen Tag / diese Stunde erlebet / welche viel unserer Mit-Brüder und Schwestern zu erleben / gewündschet haben / und wolten sehen / daß wir jetzt sehen / und habens nicht gesehen / und wolten hören / daß wir jetzt hören / und habens nicht gehört / nemblich Friede / Friede. Und zwar ein solcher Friede / den Gott der Herr zusaget seinem Volck du seinen Heiligen / Psal. 85. Das ist / welchen der grosse Schwarm der Feinde Göttlicher Warheit uns armen Evangelischen Häufflein nicht gönnet / wie aus denen hin und her darwider außgestreweten Scarteken erklärlich abzunehmen. Aber der Krieg muss doch dem Edelen Frieden weichen!“

[29:] „Insonderheit müsse Gott gelobet seyn täglich / daß die Soldaten / welche die gantze Welt zittern / und die Königreiche beben gemachet / welche den Erdboden verwüstet / und die Städte darinnen zubrochen / dennoch den Leuchter des Göttliches Worts von dieser Stäte und unsern Cantzeln nicht wegstossen / noch auff unsere Altäre setzen dürffen den Grewel der Verwüstung / die Abgöttische Messe / wie hefftig des Römischen Antiochi liebe Getrewe / die Jesuiter / daran geschirget und geschoben. Denn das haben wir mit unsern Augen gesehen / daß etliche Kutzschen voller Münche und Pfaffen schon da waren: das haben wir mit unsern Ohren gehöret / wie einer in dem Stiffte / der andere in jenem sich niederlassen wolte. Auch brülleten unsere Widerwertigen in mancher Kirchen und Schulen und rühmeten sich / sie wolten Gottes Heiligthum zustören / und die Hütten seines Namens entheiligen.“ 

 

 

 [30–35:] Sie huben sich davon / daß man nicht wuste / wo sie blieben / und vermochten wider die Evangelische Religion nichts/ werden solche auch wol biß an den Jünsten Tag unbezwungen lassen / wenn es gleich eitel Türckische / Tatterische Keyser / und eitel zornige Könige und Fürsten regnete und schneyete. … Gelobet sey der Herr jetzt und immerdar / Daß unser gnädigster Churfürst und Landes-Vater den Krieg in seinen Landen überstanden / und diesen Frieden erlebet hat. Gott lasse S. Churfl. Durchl. ferner für Jhm in Friede sitzen bleiben / und setze dieselbe / samt dem gantzen Hochlöblichen Hause zu Sachsen zum Segen ewiglich! Gelobet sey der Herr jetzt und immerdar! Daß diese heilige Hauß / diß hohe schöne Kirchen-Gebäude / neben hiesiger Schule / Rathause / und unsern Geistlichen Wohnungen / in wärendem fewrigen Kriege nicht etwa dem Fewer zur Speise worden / auch sonst aller Schmuck und Zierath hierinne unverruckt blieben. [ist eine Hilfe / dass nicht alle Kirchen zerstört sind / denn jeder baut sein eigenes Haus lieber zuerst wieder auf]

S. 31: Gelobet sey der Herr / jetzt und immerdar! Daß die gantze Stadt so gnädiglich beschützet / und ihre Tohre dem Feinde nie geöffnet / noch iemals feindlich ausgeplündert worden. Wie gefährlich es off ausgesehen / wie hart sichs angelassen / und wie vielen angräntzenden Fürstlichen Städten / Gräfflichen und Adelichen Schlössern / Flecken und Dörffern es begegnet / so ist doch Delitzsch unter die wenigen im Land mit zurechnen / welche das Plündern nicht erfahren. … O du liebes Delitzsch … Was deinen Schwestern umbher wiederfahren / hätte auch dich treffen können. Du wärest so geschwinde vollends zu ruinieren gewest / als Ich die Hand umbwende. Fürnemlich zu der Zeit / da zweymal nach einander so schreckliche Kriegs-Hauffen hierumb sich niedergelassen / … auch kaum zwo Stunden von hier / die Weltberühmten ernsthafften Leipziger Schlach||ten [32] der Catholischen Liga von Evangelischen Häufflein geliefert wurden. [Große Angst / nähe des Feindes] Es war / nach der Magedeburgischen proba / die Glocke über mehr Städte gegossen. Und wer weiß / was Gott in seinem gerechten Zorne / um der Einwohner Sünde willen / über das gantze Land beschlossen gehabt? … S. 33: Ist jemals ein Sieg vom Herrn kommen / so sind es warhafftig (auch nach der Feinde bekentniß) diese beyden Siege gewesen / welche Gott aus Gnaden / vor Leipzig denen unserigen im starcken Kampff gegeben / Sap. 10. daß wir erführen / Gottseligkeit sey mächtiger / weder alle Dinge / das ist / welcher Gestalt die Losungen und das gläubige Feldgeschrey Jesus / item / Gott mit uns / viel mehr ausgerichtet / als der Papisten ihr Ave Maria / S. Franciscus / etc. …“ S. 34: Hat sich nun schon dieser Gestanck [des Schlachtfelds] inzwischen verloren / so soll doch der grossen Thaten Gottes zugleich nicht mit vergessen seyn / sondern ihr Väter sagets zu Hause Ewern Kindern / daß sie den Ruhm des Herrn / und seine Macht und seine Wunder verkündigen ihren Kindern / die hernachkommen [Ps. 78 /4]. Führet sie spazieren hinaus auff die Wahlstatt zu denen Feld-Gräbern / da die Soldaten bey Tausenden liegen: Zeiget ihnen im Rückwege die eingeäscherten Vorstädte / so viel wüste Plätze in Gassen / und wenn sie fragen: Warumb hat der Herr diesem Lande / und diesem Hause also gethan [1Kön 9,8]? So sprecht: Weil wir der Stimme Gottes ungehorsam waren / und wider die Zehen Gebot gröblich sündigten. … Weil wir in Friedens-Zeiten nicht erkennen wollten / was zu unserm Friede gedienet / darumb haben wir die allerschwerste Straffe / den Krieg gantzer XXXII. Jahr außstehen müssen. [Nun hat Gottes Zorn ein Ende] S. 35: Wie sehr uns Gott durch den leidigen Krieg verletzet / desto sanffter wird Er uns durch den lieben Friede verbinden: Er hat uns mit der Krieges-Ruthe zerschmissen / Aber seine Friedes-Hand wird alles wieder heilen.